FA-6, 9. Februar 2019, Antwort vom Sprecher des Außenministeriums, Herrn Hami Aksoy, auf eine Frage zu den schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen gegen uigurische Türken und dem Tod des Volksdichters Abdurehim Heyit

Republik Türkiye Außenministerium 09.02.2019

Die Praktiken, die die grundlegenden Menschenrechte der uigurischen Türken und anderer muslimischer Gemeinschaften in der Autonomen Uigurischen Region Xinjiang verletzen, haben sich vor allem in den letzten zwei Jahren verschärft und wurden auf die Tagesordnung der internationalen Gemeinschaft gesetzt.

Insbesondere die offizielle Erklärung der Politik über die "Sinisierung aller Religionen und Glaubensrichtungen" im Oktober 2017 war ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Beseitigung der ethnischen, religiösen und kulturellen Identitäten der uigurischen Türken und anderer muslimischer Gemeinschaften in der Region.

Dass mehr als eine Million uigurische Türken, die willkürlich verhaftet werden, in Internierungslagern und Gefängnissen gefoltert und einer politischen Gehirnwäsche unterzogen werden, ist längst kein Geheimnis mehr. Uiguren, die nicht in diesen Lagern festgehalten werden, stehen dagegen unter starkem Druck.

Unsere Verwandten und Bürger uigurischer Herkunft, die im Ausland leben, können nichts von ihren Verwandten in der Region hören. Tausende von Kindern wurden von ihren Eltern getrennt und wurden zu Waisen.

Die Wiedereinführung von Internierungslagern im 21. Jahrhundert und die von den chinesischen Behörden durchgeführte Politik der systematischen Assimilation gegen uigurische Türken ist eine große Schande für die Menschheit.

Wir haben den chinesischen Behörden auf allen Ebenen unsere Ansichten über die Tragödie in der Region Xinjiang geäußert.

In einem solchen Umfeld haben wir mit tiefer Betroffenheit den Tod des bedeutenden Volksdichters Abdurehim Heyit in seinem zweiten Jahr der Inhaftierung vernommen, der wegen eines seiner Lieder zu acht Jahren Haft verurteilt wurde. Diese Tragödie hat die Reaktion der türkischen Öffentlichkeit auf schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen in der Region Xinjiang verschärft. Wir erwarten, dass diese berechtigte Reaktion von den chinesischen Behörden berücksichtigt wird.

Wir gedenken mit Respekt Abdurehim Heyit und all unserer Verwandten, die bei der Verteidigung ihrer türkischen und muslimischen Identität ihr Leben ließen.

Aus diesem Anlass fordern wir die chinesischen Behörden auf, die grundlegenden Menschenrechte der uigurischen Türken zu achten und die Internierungslager zu schließen.

Wir fordern die internationale Gemeinschaft und den Generalsekretär der Vereinten Nationen auf, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um diese menschliche Tragödie in Xinjiang zu beenden.

Atatürk

Fatma Taşan Cebeci Generalkonsul
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